FMS Test: Vorteile, Kosten & Ablauf im Fitnessstudio
FMS Test im Fitnessstudio – Ablauf, alle 7 Übungen, Scoring und Kosten. Bewegungsqualität verbessern und Verletzungen vorbeugen!
Der Functional Movement Screen (FMS) ist ein standardisiertes Bewertungssystem für Bewegungsqualität, das in den 1990er Jahren von Gray Cook und Lee Burton entwickelt wurde. Es bewertet anhand von sieben definierten Übungen, wie gut ein Mensch grundlegende Bewegungsmuster ausführen kann. Das Ergebnis gibt Auskunft über Bewegungseinschränkungen, muskuläre Dysbalancen und potenzielle Verletzungsrisiken, noch bevor sie sich als Schmerz oder Verletzung manifestieren.
Der FMS ist heute in Fitnessstudios, bei Sportmannschaften, in der Physiotherapie und in der Unternehmensgesundheit verbreitet. Dieser Artikel erklärt, was der Test misst, wie die sieben Übungen aufgebaut sind, was die Ergebnisse bedeuten und was eine professionelle FMS-Analyse kostet.
Geschichte und Entwicklung des FMS
Gray Cook, ein amerikanischer Physiotherapeut und Stärke-Konditions-Trainer, beobachtete in seiner klinischen Praxis, dass viele Verletzungen keine direkten traumatischen Ursachen hatten, sondern auf grundlegende Bewegungsmuster-Fehler zurückzuführen waren. Zusammen mit Lee Burton entwickelte er in den frühen 1990er Jahren ein System, das diese Muster standardisiert erfasst.
Das Grundprinzip ist simpel: Bevor jemand trainiert, sollte überprüft werden, ob die fundamentalen Bewegungen korrekt ausgeführt werden können. Wer nicht sauber kniebeugen kann, sollte keine schweren Squats machen. Wer eingeschränkte Schulterbeweglichkeit hat, sollte das adressieren, bevor er mit Überkopfdrücken beginnt.
2010 erschien Gray Cooks Buch "Movement", das die theoretischen und praktischen Grundlagen des FMS umfassend darlegte und das System international bekannt machte. Seitdem ist der FMS in vielen Sportverbänden, bei Profimannschaften und in Fitnessstudios weltweit ein Standardwerkzeug.
Die 7 FMS-Übungen im Detail
Der FMS besteht aus exakt sieben Übungen. Jede wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet. Ein Punkt Schmerz bei irgendeiner Übung oder einem begleitenden Clearing-Test ergibt automatisch eine Bewertung von 0 für diese Übung, unabhängig davon, wie gut die Bewegung ausgeführt wurde. Die maximale Gesamtpunktzahl beträgt 21.
1. Deep Squat (Überkopfkniebeuge)
Was getestet wird: Symmetrische, bilaterale Funktion der Hüfte, der Knie und der Sprunggelenke. Gleichzeitig Beweglichkeit der Brustwirbelsäule und der Schultern.
Durchführung: Der Proband steht mit schulterbreitem Stand. Ein Stab wird mit schulterbreitem Griff über den Kopf gehalten und gestreckt. Dann wird so tief wie möglich in die Hocke gegangen, während der Rücken aufgerichtet und die Fersen auf dem Boden bleiben.
Bewertung:
- 3 Punkte: Tiefe Hocke, Oberschenkel unterhalb der Waagerechten, Rumpf parallel zu den Schienbeinen, Knie über den Zehen, Stab über den Füßen
- 2 Punkte: Tiefe Hocke nur mit Fersenerhöhung möglich
- 1 Punkt: Tiefe Hocke auch mit Fersenerhöhung nicht vollständig möglich
- 0 Punkte: Schmerzen bei Durchführung oder Clearing-Test
2. Hurdle Step (Hürdenschritt)
Was getestet wird: Schrittstabilität und Koordination, Hüft-Flexibilität und Rumpfstabilität während einer Einbeinbelastung. Das Hürdenbrett wird auf Höhe der Tuberositas tibiae (Kniescheibenhöhe) eingestellt.
Durchführung: Der Proband steht hinter dem Hürdenbrett und hebt ein Knie, um die Hürde zu übersteigen, ohne das Brett zu berühren. Der Fuß wird wieder abgesenkt und die Bewegung wird mit beiden Seiten wiederholt.
Bewertung:
- 3 Punkte: Hüfte, Knie und Sprunggelenk bleiben ausgerichtet; minimale Rumpfbewegung; Stab parallel zum Boden
- 2 Punkte: Kontakt des Fußes mit dem Hürdenbrett oder merkliche Kompensationsbewegung
- 1 Punkt: Gleichgewichtverlust bei Durchführung
- 0 Punkte: Schmerzen
3. Inline Lunge (Inline-Lunge)
Was getestet wird: Gleichgewicht und funktionelle Stabilität in der Sagittalebene, Hüftstrecker-Flexibilität, Kniestabilität und Rumpfkontrolle.
Durchführung: Proband stellt einen Fuß vor den anderen auf eine schmale Linie (Inline), hält einen Stab hinter dem Rücken (ein Arm oben, einer unten) und senkt das hintere Knie bis es den Boden berührt.
Bewertung:
- 3 Punkte: Stabkontakt am Kopf, Schulterblättern und Gesäß; kein Rumpfabweichen; Knie berührt Boden hinter der Ferse des vorderen Fußes
- 2 Punkte: Bewegung möglich, aber Kontaktverlust des Stabs oder leichte Kompensation
- 1 Punkt: Gleichgewichtverlust
- 0 Punkte: Schmerzen
4. Shoulder Mobility (Schulterbeweglichkeit)
Was getestet wird: Bilaterale Schulterbeweglichkeit, kombiniert Innenrotation mit Adduktion des einen Armes und Außenrotation mit Abduktion des anderen. Auch die Mobilität der Brustwirbelsäule wird reflektiert.
Durchführung: Der Proband ballt beide Hände zu Fäusten und platziert sie gleichzeitig hinter dem Rücken: Eine Hand kommt von oben (Außenrotation), die andere von unten (Innenrotation). Die Distanz zwischen den Fäusten wird gemessen. Dies wird auf beiden Seiten durchgeführt.
Bewertung (bezogen auf die Handlänge des Probanden):
- 3 Punkte: Fäuste weniger als eine Handlänge auseinander
- 2 Punkte: Fäuste weniger als anderthalb Handlängen auseinander
- 1 Punkt: Fäuste mehr als anderthalb Handlängen auseinander
- 0 Punkte: Schmerzen beim Impingement-Clearing-Test
5. Active Straight Leg Raise (Aktives Beinenheben)
Was getestet wird: Aktive Hamstring- und Wadendehnbarkeit, während der Rumpf stabil gehalten wird. Gleichzeitig wird die Beweglichkeit des kontralateralen Hüftbeugers erfasst.
Durchführung: Der Proband liegt auf dem Rücken. Ein Bein wird so hoch wie möglich gestreckt angehoben, während das andere Bein gestreckt auf dem Boden bleibt. Die Position des Knöchels wird relativ zur Mitte des Oberschenkels bewertet.
Bewertung (Position des angehobenen Knöchels):
- 3 Punkte: Knöchel erreicht die vertikale Position zwischen der Mitte des Oberschenkels und dem vorderen Beckenkamm
- 2 Punkte: Knöchel zwischen Mitte des Oberschenkels und Kniescheibe
- 1 Punkt: Knöchel unterhalb der Kniescheibe
- 0 Punkte: Schmerzen
6. Trunk Stability Push-Up (Rumpfstabilitäts-Liegestütz)
Was getestet wird: Rumpfstabilität in der Sagittalebene während einer symmetrischen Oberkörper-Druckbewegung. Nicht die Kraft des Liegestützes wird bewertet, sondern ob der Rumpf eine starre Einheit bildet.
Durchführung: Männer beginnen mit Daumen auf Höhe der Stirn, Frauen auf Höhe des Kinns. Ein einziger Liegestütz wird ausgeführt. Wenn keine 3 erzielt wird, folgt eine Abwärtsreihe: Männer auf Kinnhöhe, Frauen auf Schulterhöhe.
Bewertung:
- 3 Punkte: Liegestütz mit Daumen auf Stirnhöhe (Männer) bzw. Kinnhöhe (Frauen), ohne Rumpfbewegung
- 2 Punkte: Liegestütz mit Daumen auf Kinnhöhe (Männer) bzw. Schulterhöhe (Frauen)
- 1 Punkt: Liegestütz auf keiner Stufe ausführbar
- 0 Punkte: Schmerzen beim Clearing-Test der Wirbelsäulenextension
7. Rotary Stability (Rotationsstabilität)
Was getestet wird: Mehrebenenstabilität des Rumpfes bei gleichzeitiger Extremitätenbewegung. Diese Übung ist die komplexeste im FMS und kombiniert Rumpfkontrolle mit ipsilateraler oder kontralateraler Armbein-Koordination.
Durchführung: Ausgangsposition ist der Vierfüßlerstand. In der einfacheren Version streckt der Proband gleichnamigen Arm und Bein gleichzeitig aus (ipsilateral). In der komplexeren Version werden Arm und Bein der gegenüberliegenden Seite gestreckt (kontralateral). Der Ellenbogen berührt das Knie über der Brett-Mitte.
Bewertung:
- 3 Punkte: Kontralaterale Ausführung ohne Rumpfausweichen, Ellenbogen-Knie-Kontakt über dem Brett
- 2 Punkte: Ipsilaterale Ausführung ohne Rumpfausweichen
- 1 Punkt: Weder ipsilateral noch kontralateral fehlerfrei ausführbar
- 0 Punkte: Schmerzen beim Clearing-Test der Wirbelsäulenflexion
Was der FMS-Gesamtscore bedeutet
Die Gesamtpunktzahl liegt zwischen 0 und 21. Eine Forschungsarbeit von Kiesel und Kollegen aus dem Jahr 2007, die mit NFL-Footballspielern durchgeführt wurde, fand eine Assoziation zwischen einem Gesamtscore von 14 oder weniger und einem erhöhten Verletzungsrisiko. Diese Studie ist einflussreich, aber es ist wichtig, ihre Grenzen zu kennen: Sie wurde mit einem spezifischen, hochtrainierten Sportler-Sample durchgeführt und die Ergebnisse lassen sich nicht zwingend auf die allgemeine Bevölkerung übertragen.
Spätere Forschungen zeigen ein uneinheitlicheres Bild. Einige Studien konnten den prädiktiven Wert eines Scores von 14 oder weniger für Verletzungen in anderen Populationen nicht replizieren. Aktuelle Experten empfehlen, den FMS-Gesamtscore weniger als harten Grenzwert zu verstehen, sondern als Ausgangspunkt für die individuelle Beurteilung.
Praktische Orientierung:
- 17–21 Punkte: Gute Bewegungsqualität, minimale Kompensationsmuster
- 15–16 Punkte: Akzeptable Funktionalität, einzelne Einschränkungen
- 14 oder weniger: Forschungslage deutet auf potenziell erhöhtes Verletzungsrisiko hin; korrektive Arbeit empfohlen
Ebenso wichtig wie der Gesamtscore sind Asymmetrien: Wenn eine Seite deutlich schlechter abschneidet als die andere, ist das ein relevanter Befund, unabhängig vom Gesamtscore.
FMS in der Praxis: Wie der Test eingesetzt wird
In Fitnessstudios und bei Trainern wird der FMS typischerweise eingesetzt:
Eingangsbeurteilung: Neukunden oder Mitglieder, die ein strukturiertes Programm beginnen, werden zu Beginn getestet. Das Ergebnis fließt in die Trainingsplanung ein.
Periodische Überprüfung: Einmal pro Trainingsjahr oder nach einer Verletzung. So lässt sich feststellen, ob sich die Bewegungsqualität verbessert hat.
Sportspezifische Nutzung: Viele Sportvereine und Mannschaften nutzen den FMS für Athleten-Screenings am Saisonbeginn.
Physiotherapie: Als Ergänzung zu klinischen Tests nach Verletzungen oder Operationen.
FMS vs. andere Bewegungsbeurteilungen
Es gibt verschiedene systematische Bewegungsbeurteilungen, die der FMS ergänzen oder ersetzen können:
Y-Balance Test: Misst dynamisches Gleichgewicht auf einem Bein. Oft als Ergänzung zum FMS genutzt, da er Asymmetrien im Gleichgewicht sensitiver erfasst.
Selective Functional Movement Assessment (SFMA): Eine Erweiterung des FMS für Kliniker, die bei Schmerzen eingesetzt wird. Der FMS ist für schmerzfreie Personen konzipiert; bei Schmerzen ist der SFMA der geeignetere Ansatz.
Physiotherapeutische Eingangsbeurteilung: Klinische Beurteilungen sind umfassender und individueller, aber zeitintensiver und weniger standardisiert.
Vorteil des FMS: Schnell (8–15 Minuten), standardisiert, international verbreitetes System mit klaren Normdaten und einem großen Korpus an Forschungsliteratur.
Wie eine FMS-Session im Studio abläuft
Eine typische FMS-Sitzung in einem Fitnessstudio dauert 20 bis 30 Minuten inklusive Auswertungsgespräch:
- Anamnesegespräch (5 Minuten): Aktuelle Beschwerden, Verletzungshistorie, Trainingsziele
- Durchführung der 7 Übungen (8–15 Minuten): In standardisierter Reihenfolge, mit Clearing-Tests
- Scoring und Auswertung (5 Minuten): Trainer wertet aus, identifiziert auffällige Muster
- Besprechung (5–10 Minuten): Ergebnisse werden erklärt, korrektive Empfehlungen besprochen
- Trainingsempfehlung: Auf Basis der Ergebnisse wird das Trainingsprogramm angepasst
Ein FMS-Kit, bestehend aus drei Stäben, einem Brettsystem und einem Gummiband, kostet zwischen 100 und 300 Euro. Professionell zertifizierte Trainer können den Test nach einer Ausbildung (FMS Level 1 und Level 2) korrekt durchführen.
Wer vom FMS profitiert
Fitnessanfänger: Bevor ein strukturiertes Trainingsprogramm beginnt, liefert der FMS wertvolle Informationen über Ausgangspositionen. So können Übungen vermieden werden, für die die Bewegungsgrundlage noch nicht vorhanden ist.
Wiedereinsteiger nach Verletzungen: Besonders bei zurückliegenden Knie-, Schulter- oder Rückenproblemen hilft der FMS festzustellen, ob die Bewegungsqualität wiederhergestellt ist.
Leistungssportler: FMS-Daten fließen in die Athletikplanung ein und helfen dabei, trainingsbedingte Überlastungsschäden zu minimieren.
Menschen mit sitzenden Berufen: Langes Sitzen führt häufig zu eingeschränkter Hüftbeweglichkeit, verkürzten Hüftbeugern und reduzierter Schulterflexibilität. Der FMS objektiviert diese Einschränkungen.
Ältere Trainierenden: Beweglichkeit und neuromuskuläre Kontrolle nehmen mit dem Alter ab. Ein FMS-Assessment liefert eine Bestandsaufnahme und gibt Hinweise für gezielte Mobilitätsarbeit.
FMS-Folge-Maßnahmen: Korrektive Übungen
Das eigentliche Ziel des FMS ist nicht das Testen, sondern das Verbessern. Gray Cook entwickelte parallel zum FMS ein System korrektiver Übungen (Corrective Exercise), das spezifisch auf die häufigsten FMS-Befunde ausgerichtet ist.
Typische korrektive Ansätze:
- Eingeschränkte Überkopfkniebeuge: Sprunggelenksmobilisation, Hüftöffner, Brustwirbelsäulen-Mobilität
- Schwacher Hürdenschritt: Einbeinige Stabilitätsübungen, Hüftbeuger-Dehnung
- Eingeschränkte Schulterflexibilität: Schulterkapsel-Dehnung, Brustwirbelsäulen-Extension
- Schlechter Rumpfstabilitäts-Liegestütz: Dead Bug, Hollow Body Hold, Pallof Press
- Eingeschränktes Aktives Beinenheben: Hamstring-Mobilisation, aktive Hüftflexion
Korrektive Übungen werden idealerweise vom Trainer individuell zusammengestellt und in das reguläre Training integriert, entweder als Aufwärmroutine oder als eigenständige Einheit. Für ergänzende Methoden zur Beweglichkeitsverbesserung bietet sich der Artikel zu Faszientraining: Grundlagen, Übungen und Kosten an.
Wer einen ganzheitlichen Ansatz zum Thema Bewegungsqualität und Funktionaltraining sucht, findet weitere Informationen im Artikel zu Functional Training im Fitnessstudio.
Kosten im Überblick
FMS-Assessment im Studio
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| FMS-Einzeltest (ohne Programmerstellung) | 30–60 € |
| FMS + Auswertungsgespräch | 50–100 € |
| FMS + Trainingsplanerstellung | 80–150 € |
| Wiederholungstest (nach 8–12 Wochen) | 30–60 € |
FMS-Kit (für Studios und Trainer)
| Ausrüstung | Kosten |
|---|---|
| FMS Standard Kit | 100–200 € |
| FMS Pro Kit | 200–300 € |
FMS-Ausbildung für Trainer
| Kurs | Kosten |
|---|---|
| FMS Level 1 (Online + Praktikum) | 250–400 € |
| FMS Level 2 | 300–450 € |
Korrektives Folgetraining
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Personal Training (korrektiver Fokus) | 50–90 € / Einheit |
| Online korrektives Coaching | 80–200 € / Monat |
Der FMS-Test selbst ist im Vergleich zu anderen Diagnostikmethoden wie DEXA oder ärztlichen Sportmedizin-Checks günstig. Die Investition von 50 bis 100 Euro für eine professionelle Beurteilung ist gemessen am präventiven Nutzen gering.
FAQ
Ist der FMS-Test auch für absolut untrainierte Personen geeignet? Ja, der FMS ist ausdrücklich für die allgemeine Bevölkerung konzipiert, nicht nur für Sportler. Gerade untrainierte Personen weisen oft mehr Bewegungseinschränkungen auf als Sportler und profitieren daher besonders von einer systematischen Ausgangsmessung. Wichtig ist, dass der Test von einem zertifizierten Trainer durchgeführt wird, der die Ergebnisse korrekt interpretieren kann.
Wie unterscheidet sich der FMS vom SFMA? Der Functional Movement Screen (FMS) ist für schmerzfreie Personen konzipiert. Er bewertet Bewegungsqualität unter dem Aspekt der Verletzungsprävention und Leistungsoptimierung. Der Selective Functional Movement Assessment (SFMA) ist für klinische Umgebungen bei Personen mit Schmerzen entwickelt worden und wird von Physiotherapeuten eingesetzt. Wer Schmerzen hat, sollte zunächst den SFMA (oder eine klinische Beurteilung) durchführen lassen.
Wie oft sollte ein FMS-Test wiederholt werden? Einmal jährlich ist für die meisten Trainierenden ausreichend. Sinnvoll ist ein Wiederholungstest außerdem nach einer Verletzungsphase, nach einer längeren Trainingspause von mehr als drei Monaten oder wenn spezifische korrektive Maßnahmen über acht bis zwölf Wochen durchgeführt wurden, um den Fortschritt zu messen.
Kann ich den FMS-Test zu Hause selbst durchführen? Eine exakte Selbstbeurteilung ist ohne FMS-Kit und ohne geschulten Beobachter nicht möglich. Viele Bewertungskriterien erfordern eine externe Perspektive. Einzelne Übungen wie die tiefe Kniebeuge oder das aktive Beinenheben lassen sich als Eigentests nutzen, um einen groben Eindruck zu bekommen. Für eine valide und nützliche Beurteilung ist ein zertifizierter Trainer notwendig.
Welche Qualifikation sollte ein Trainer haben, der den FMS durchführt? Idealer Weise ist der Trainer FMS Level 1 oder Level 2 zertifiziert. Die FMS-Zertifizierung umfasst Theorie, Praxis und standardisierte Bewertungskriterien. Ohne Zertifizierung besteht das Risiko fehlerhafter Bewertungen, die zu falschen Trainingsempfehlungen führen.
Fazit
Der Functional Movement Screen ist ein in der Praxis bewährtes, schnelles und relativ kostengünstiges Werkzeug zur Beurteilung grundlegender Bewegungsmuster. Durch die Beurteilung der sieben standardisierten Übungen können Trainer und Therapeuten individuelle Einschränkungen und Asymmetrien identifizieren und gezielt korrektive Maßnahmen einleiten. Die Forschungslage deutet darauf hin, dass ein Score von 14 oder weniger mit erhöhtem Verletzungsrisiko assoziiert ist, auch wenn dieser Zusammenhang nicht in allen Studien gleich stark ausfällt.
Für alle, die strukturiert trainieren möchten, ist ein FMS-Assessment ein sinnvoller erster Schritt, der die Trainingsplanung auf eine objektive Grundlage stellt.
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